Abschied von Berlin

Nu isses auch schon rum, unser Abschiedspicknick. Noch eine mickrige Woche, dann räumen wir unsere Wohnung endlich leer, ziehen ins Wohnmobil und nutzen die Tage bis zur Wohnungsübergabe, um unseren Reise-Krams gescheit in unserem neuen „Zuhause“ zu verstauen und zu organisieren.

Das Kistenpacken wollte irgendwie kein Ende nehmen, so schien es zwischendurch. Ich dachte, wir hätten schon halbwegs effektiv ausgemistet in den letzten Monaten, aber weit gefehlt. Ich würde am liebsten noch mehr Zeug loswerden, aber ich lebe in einer Partnerschaft, in der das eher schwierig wird. T muss damit leben, dass ich manchmal zuviel weggebe und ich lebe damit, dass er deutlich mehr materiellen Besitz benötigt als es mir manchmal lieb wäre. Vielleicht schafft es ja unser neues Leben im WoMo unser beider Perspektive da dann ein wenig gerade zu rücken.

Ich vermute, in der nächsten Zeit wird es hier in meinem virtuellen Tagebuch erstmal etwas ruhiger werden. Das Leben 1.0 fordert meine volle Kraft und Aufmerksamkeit und erst wenn wir uns losgestrampelt und im neuen Lebensgefühl ein wenig eingerichtet sind (samt technischer Voraussetzungen versteht sich), kann ich meine Zeit auch wieder hier hinein stecken.

Danke, Berlin und all Ihr Lieben Menschen hier, danke für all Eure Unterstützung, Euren Zuspruch, Eure Hilfe. Wir werden Euch vermissen. (Den Müll, Gestank, Lärm und Hundedreck eher weniger). „Man sieht sich immer zweimal im Leben“ ist zwar eigentlich totaler Quatsch, aber ich hoffe doch, dass wir den einen oder anderen wieder treffen werden und da anknüpfen können, wo wir auseinander gegangen sind.

GOODBYE.

2 Replies to “Abschied von Berlin”

  1. Caro Hehn (geb. Schumann) sagt: Antworten

    Liebe Jitka,
    nach vielen MOnaten habe ich endlich mal wieder deinen Blog in dem Browser eingegeben und bin auf viele neue Einträge gestoßen. Ihr seid also so weit und die spannende und aufregende Zeit steht bevor. Deine Posts kitzeln in mir Unergründliches und Fremdes. Ein Zwispalt meines eigenen Lebens bildet sich vor meinem inneren Auge und viele Fragen kreisen durch meinen Kopf. Erst vor wenigen Tagen sind wir in eine größere Wohnung gezogen (unser zweiter Sohn Ilija kam letzten Sommer zur Welt) und auch hier haben wir wieder mal viel Geld gelassen. Geld, das wir eigentlich gar nicht haben… Dennoch. Ich wünsche euch nun erst einmal alles LIebe und Gute. Passt auf euch auf. Habt eine spannende Zeit. Ich freue mich sehr auf deinen nächsten Blogpost. Viele liebe Grüße, Caro, Lennart, Aljoscha (2012 durch euch entbunden) und Ilija

    1. Liebe Caro, wie schön von dir zu lesen und zu hören, dass Eure Familie noch weiteren Zuwachs bekommen hat! Diesen „Zwispalt des eigenen Lebens“ zu spüren, das Gefühl kenne ich – und kämpfe selbst noch jeden Tag mit den vielen großen und kleinen Kompromissen, die ich meine eingehen zu müssen. Ich bin gespannt, ob sich dieses Gefühl irgendwann ablegen lässt, wenn ich zunehmend mehr Entscheidungen treffe, die zu einer Alltagsrealität werden, in der ich meine Werte besser umsetzen und leben kann. Sollte man zumindest meinen, oder?
      Ich wünsche Euch auf jeden Fall von Herzen alles Gute für eure kleine wachsende Familie, die braucht jetzt sicherlich die allermeiste Kraft und Energie, vermute ich ;o)
      Alles Liebe
      Jitka

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