Blumenvase richten

Schon seit einigen Monaten biete ich G immer neue Anregungen zum Gießen und Schütten üben an. Dies macht ihm große Freude (was die Hauptsache ist) und fördert ganz spielerisch die Feinmotorik und die Hand-Augen-Koordination.

Was diese „Übungen des täglichen Lebens“ außerdem tun? Sie befähigen das Kind sich mit den Gegenständen und Handlungsabläufen des realen Alltaglebens vertraut zu machen. Durch die Möglichkeit, ein bestimmtes Bewegungsmuster wieder und wieder ausführen zu können – ohne Zeitdruck oder ein erwartetes Ergebnis- kann das Kind dem Drang der Wiederholung in aller Ruhe nachkommen. Es darf seinen eigenen Rhythmus finden, im Tun aufgehen und es einfach genießen, mit den Händen zu arbeiten.

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Parallel zu diesen „Übungsstationen“ finden sich für G auch echte Situationen, in denen er seine wachsenden Fertigkeiten anwenden kann: die Blumen mit der Gießkanne gießen, Zutaten in eine Schüssel zusammen schütten, sich selbst ein Getränk eingießen. Es gibt im Alltag viele kleine Momente, in denen ich mein Kind einbeziehen kann. In der Küche fällt mir das besonders leicht, aber ich versuche auch andere Situationen zu kreieren, in denen er seine Geschicklichkeit ausbauen und das Gefühl entwickeln kann, dazu zu gehören und einen Beitrag zu unserem Zusammenleben zu leisten.

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Heute haben wir ein paar Gänseblümchen für unseren Übernachtungsbesuch gepflückt und das war natürlich DIE Gelegenheit, den Trichter mal sinnvoll zu gebrauchen.

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Für mich als Mutter ist es ganz herrlich zu beobachten, wie mein Kind ganz selbstverständlich die Aufforderung (Tablett auf seiner Arbeitsstation) annimmt und zu Werke schreitet. In diesem Fall gab ich ihm den Hinweis, dass er den Trichter nehmen soll, der Rest lief ganz von allein. Ich hoffe, M freut sich über den kleinen Blumengruß am Bett.

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